
Auf der Basis des Bologna Abkommens wurden die Abschlüsse an deutschen Hochschulen grundlegend reformiert und einem einheitlichen Systems in ganz Europa angepasst. Dadurch soll eine größere Transparenz der Studienleistung erreicht werden und Hochschulabgängern das Arbeiten im europäischen Ausland ermöglicht werden.
Der erste universitäre Abschluss ist der Bachelor nach üblicherweise sechs Semestern, einer erfolgreich bestandenen Prüfung und angefertigter Bachelorarbeit. Mit einem Bachelor können Studenten in der freien Wirtschaft erste Berufserfahrungen sammeln und in den Arbeitsmarkt übergehen. Allerdings sind die Möglichkeiten für Führungspositionen begrenzt, denn der Bachelor wird nur als erster Abschluss verstanden und häufig erwarten Unternehmen ein weiterführendes Studium.
Alternativ zum direkten Berufseinstieg folgt ein aufbauendes Studium mit dem Abschlussziel des Masters. Dazu sind überlicherweise vier weitere Semester Studienzeit nötig. Diese dienen zur Vertiefung in ein Spezialgebiet und zur Aneignung weiterer Kompetenzen. Der Master ist ein vollwertiger Universitätsabschluss und vergleichbar mit dem früheren Magisterabschluss. Er wird nach einer bestandenen Prüfung und einer Masterarbeit verliehen. Absolventen stehen mit diesem Titel alle Berufschancen offen.
Der Studienabschluss Diplom ist hauptsächlich an Fachhochschulen noch vertreten. Er wird in der Regel nach einer Studienzeit von 8 bis 10 Semestern und einer erfolgreichen Abschlussprüfung verliehen. Alle Magisterstudiengänge werden in den nächsten Jahren in Masterstudiengänge umgewandelt und somit dem einheitlichen System angepasst.
Studenten, die eine universitäre Laufbahn einschlagen möchten, können mit ihrem Masterabschluss an der Universität einen Doktortitel erwerben. In vielen medizinischen Berufen ist er Voraussetzung für eine Anstellung oder eine erfolgreiche Selbstständigkeit. Den Höhepunkt der universitären Laufbahn stellt die Habilitation dar. Mit einem guten Doktorabschluss besteht die Möglichkeit zu habilitieren und später einen Lehrstuhl an einer Universität zu besetzen.
Dank des Bologna Abkommens haben Absolventen eines deutschen Studiums zukünftig mehr Möglichkeiten im Ausland zu arbeiten. Komplizierte Anerkennungsverfahren gehören der Vergangenheit an und berufliche Perspektiven für Studenten haben sich dadurch erheblich erweitert.