Bachelor

Studium in Schmalform?

Die im Jahre 1999 angestoßene Hochschulreform, auch „Bologna-Prozess“ genannt, führte zur Entwicklung eines mehrstufigen Studienmodells in Europa und somit auch an deutschen Universitäten. Ziel war es, eine europaweite Vergleichbarkeit der Studiengänge, kürzere Studienzeiten und einen stärkeren Bezug des Studiums zum Berufsleben zu schaffen.

Der Bachelor ist bei diesem Modell der erste akademische und berufsqualifizierende Grad, der an einer Universität oder Fachhochschule erreicht werden kann. Er berechtigt zur Aufnahme eines vertiefenden Master-Studiengangs, in manchen Fällen auch unmittelbar zum Promotionsstudium. In der Regel dauert ein Bachelor-Studium sechs Semester, kann aber auch sieben oder gar acht Semester umfassen. Mit dem Abschluss soll der Studierende alle wesentlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für einen direkten Berufseinstieg erlangen.

Je nach Fachrichtung des Studiengangs trägt der Abschluss den Namen:

Außerdem werden an Musik- oder Kunsthochschulen noch zwei weitere Bezeichnungen geführt:

Der Lernstoff ist auf Module verteilt, für die der Studierende Leistungspunkte erhält. Ein Leistungspunkt entspricht dabei einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden inklusive Vorlesungen sowie deren Vor- und Nachbereitung. Während eines Bachelor-Studiengangs müssen (bei Studiengängen mit einer Dauer von sechs Semestern) mindestens 180 Leistungspunkte nach dem ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) erbracht werden, was einem Durchschnittspensum von 30 Leistungspunkten pro Semester entspricht. Längere Studiengänge erfordern entsprechend bis zu 240 Leistungspunkte.

Die Zulassungsvoraussetzungen für ein Bachelor-Studium sind die gleichen wie für jedes andere Erststudium. Mit dem Erwerb des Bachelor-Titels wird aber gleichzeitig die allgemeine Hochschulreife erlangt, sofern diese bei Aufnahme des Studiums, z.B. an einer Fachhochschule, noch nicht vorhanden war. Absolventen eines Bachelor-Studiums werden bei einer Anstellung im öffentlichen Dienst dem gehobenen Dienst zugeteilt. In diesen Punkten entspricht der Bachelor dem bisherigen Diplom (FH).

Der Bachelor-Studiengang ist für solche Studierende interessant, die ein praxis- und arbeitsmarktorientiertes Studium und einen raschen Berufseinstieg anstreben. Für herausragende Absolventen ist ein unmittelbar oder nach einer gewissen Zeit im Beruf sich anschließendes ein- bis zweijähriges Masterstudium eine interessante Option.

Viele Studenten haben beim Verfassen Ihrer ersten wissenschaftlichen Arbeit Probleme. Eine professionelle Betreuung ist in diesen Fällen eine große Hilfe bei der Bachelorarbeit.


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