Fachhochschulen

Kombination aus Theorie und Praxis

Das Studium an einer Fachhochschule ist entgegen den üblichen Annahmen weder einfacher noch kürzer, als ein Studium an einer Universität. Die Unterschiede liegen im Detail und bilden dennoch unterschiedliche Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Berufswelt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Fachhochschule durch ihre zahlreichen Praktika und Laborzeiten eher denn Praktiker in einem weckt und formt. Die wenigsten Absolventen eines Studiums an einer Fachhochschule begeben sich auf den Weg des Doktors oder Professors. Wobei auch das möglich ist. Absolventen der Fachhochschulen finden sich meist in der Industrie wieder und besitzen dank ihrer praxisorientierten Ausbildung einen direkten Draht zum Markt und können daher fast nahtlos eingesetzt werden. Selbst die Vorlesungen werden mit zahlreichen Praxisbeispielen wertvoll ergänzt, wobei an der Universität eher die Theorie vertieft wird. In Sachen Studiendauer nehmen sich beide Institutionen seit der Einführung des Bachelor/Master Systems nichts mehr. Nach sechs erfolgreichen Semestern ist man mit Abgabe der Abschlussarbeit Bachelor. Früher gab es beim Diplom denn Zusatz FH im Titel, dies ist mit den neuen Studiengängen weggefallen. Der Mastertitel ermöglicht beiden Studenten die mögliche Doktorlaufbahn.

In der Industrie ist beim betrachten von Stellenanzeigen und Ausschreibungen festzustellen, dass vor allem Technikunternehmen verstärkt Fachhochschulabsolventen suchen, da sie einfach näher an der Berufswelt sind.

Für ein Studium an einer Fachhochschule reicht eine Fachhochschulreife, erreicht mit dem Abschluss der 12. Klasse und eine bestimmte Praktikumszeit; ein so genanntes praktisches Jahr. Als Abiturient erhält man die allgemeine Hochschulreife und kann überall studieren, so auch an einer Fachhochschule ohne praktische Vorbildung. Je nach Studiengang und Hochschule ist ein bestimmter Notendurchschnitt für das Studium gefordert. Der so genannte Numerus Clausus (NC) ist eine Richtlinie, aber keine Garantie für ein erfolgreiches Studium. Die Anmeldung erfolgt über das Studienbüro, Ausländer die nicht aus einem EU Land kommen, müssen über das Auslandsamt gehen. Beide Einrichtungen besitzt jede Fachhochschule.

In Deutschland gibt es zahlreiche Universitätsstädte, die für ihre Unis bekannt sind. In der Regel sind dann die Fachhochschulen ebenfalls angesehen. Dies ist beispielsweise in München, Aachen, Köln, Frankfurt, Karlsruhe, Bamberg oder Bayreuth der Fall.

Die Geschichte der Fachhochschulen wird historisch in drei Etappen eingeteilt. Die erste liegt vor dem Jahr 1969, die zweite geht von 1969 bis 1999 und ab 2000 wurden die Strukturen die heute bekannt sind eingeführt.


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